Anett Steiner liest aus ihrem neuesten Erzgebirgskrimi, März 2026 erschienen im chemnitzer Paperento-Verlag.
Nahe der verlassenen Siedlung Pfaffengrün im Erzgebirge werden die Gebeine eines seit Jahren vermissten Mannes entdeckt. Bald schon stirbt ein alter Spielmann unter rätselhaften Umständen. Kommissarin Annalena Krest übernimmt die Ermittlungen. Hauptkommissar Lorenz steht ihr zur Seite. In den nebelverhangenen Wäldern entlang der deutsch-böhmischen Grenze stoßen sie auf alte Feindschaften und verschüttete Schuld. Und auf die Legende eines sagenhaften Schatzes, für den einst gemordet wurde. Je näher sie der Wahrheit kommen, desto klarer wird: Jemand ist bereit, erneut zu töten … Düster und geheimnisvoll erzählt Anett Steiner in »Moorgold« von einer Region, in der Vergangenheit und Legenden untrennbar verbunden sind.
Nov
14
Buchhandlung am Brühl / Chemnitz / 09111 Chemnitz / Sachsen
16:30 Uhr
Buchvorstellung mit Alexander Walther vom Staatlichen Museum für Archäologie Chemnitz (SMAC). Unser Beitrag zu »Tacheles 2026. Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen«.
Welche Rolle spielten jüdische Überlebende in der DDR in der kulturellen Auseinandersetzung mit der Shoah und dem Nationalsozialismus? Wie konnten jüdische Verfolgungserfahrungen und antifaschistische Überzeugungen angesichts eines staatlich forcierten Antifaschismus verhandelt und artikuliert werden?
In seiner Buchvorstellung geht der Historiker Alexander Walther diesen Fragen nach. Ausgehend von Nachlässen und Egodokumenten sowie von Arbeiten des Schriftstellers Arnold Zweig, der Sängerin Lin Jaldati, des Feuilletonisten Heinz Knobloch oder des Historikers Helmut Eschwege zeigt er die Handlungsoptionen und Motivationen jüdischer, vereinzelt auch nichtjüdischer Akteure und Akteurinnen. Dabei wird das Spannungsfeld zwischen eigensinnigem Handeln und teils parteiloyalen, mitunter schmerzhaften Zugeständnissen an Staat und Partei untersucht.